Auf dem Boden der Tatsachen


Unter dieser Überschrift erfahrt ihr nach und nach was denn genau so alles los war bei uns. Viele haben ja schon gesehen, dass ich jetzt einen kleinen . . . ehhhh . . . großen Bruder habe. 

Unter "Unser Rudel" gibt es ein paar Infos zu dem Spinner. 

Nun zu Frauchens Sinneswandel. Man möchte ja meinen die Olle hat durch die Prüfungen keine Zeit gehabt mich zu ärgern, aber das stellte sich als schwerer Irrglaube heraus. Sie hat irgendwas von Kommunikation verbessern und Selbstbeherrschung vor sich hingewufft. Das verstehe einer wer will. Kann ja nichts Gutes sein - dachte ich jedenfalls. 

Unter dem Schlagwörtern KLARHEIT und RUHE haben wir ja schon seit Februar trainiert, aber Frauchen hat das Ergebnis nicht gereicht. Sie war irgendwie unzufrieden mit sich selber, deshalb hat sie sich auf den "Boden der Tatsachen" zurückgeholt. *am Kopf kratz* 


Frauchen meint bei meiner Erziehung muss sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren - nicht so sehr auf die Erziehungsmethode sondern auf uns, denn die Zweibeiner klammern sich oft an festgeschriebene Übungen, dass es schon nicht mehr um den Hund geht.

Sie haben häufig zu viel Angst Fehler zu machen, aber Angst ist etwas, was die Natur nicht vorgesehen hat. Angst vor etwas zu haben, bedeutet einer Sache Energie zu geben. Man ist in seinen Ängsten gefangen und hält sie fest, aber was man festhält, das kann sich nicht bewegen. 

Außerdem legt vielen die Tatsache, dass sie sich immer mit anderen vergleichen, unweigerlich Steine in den Weg. "Aber der hat das doch auch so geschafft. Das muss doch klappen. Die sind viel besser als die . . . usw." Der eine will die Wahrheit besitzen und ein anderer auch. Die Zweibeiner mischen sich in anderer Angelegenheiten ein, schieben Verantwortung auf Menschen und Situationen ab. Die Anderen sind Schuld, ist doch klar. Was muss der Nachbarshund, denn auch so schief guggen. Der hat meinen provoziert. 

Eine schrecklich negative Einstellung kommt bei vielen noch dazu und Frauchen gibt ja zu, dass sie auch nicht immer einen guten Tag hat, aber wer hat das schon. 

Grundsätzlich gilt aber: Die Welt ist das, was Du entschieden hast von ihr zu denken. 

Denkt ihr, der Spaziergang wird in die Hose gehen, dann wird er in die Hose gehen. Denkt ihr, der Spaziergang bietet euch wundervolle Möglichkeiten, dann werdet ihr wunderbare Möglichkeiten finden. Vieles hängt von der inneren Einstellung ab - von der Energie, die wir aussenden. Das Wort "Liebe" hat beispielsweise eine andere Energie als das Wort "Hass". Bin ich schläfrig, habe ich ein geringes Energiepotenzial. Sehe ich Vögel habe ich ein hohes Energiepotenzial. 

Diese Potenziale gilt es zu erkennen und zu kompensieren. Bin ich sehr aufgeregt muss Frauchen dafür sorgen, dass ich wieder "runter komme". Komme ich gerade murrig und schläfrig aus meinem Pad, muss Mama mich etwas aktivieren.


Alles hängt miteinander zusammen, da jeder Gedanke zu seinem Sender zurückkehrt, da alles in der Natur sich gegenseitig beeinflusst. Dieses Gegenspiel sollte genutzt werden. Vor allem im Umgang mit uns - den Tieren, denn wir zeigen euch sehr genau WER ihr seid und WIE ihr seid. In uns findet ihr alle Antworten zu euch selbst.

In diesem ganzen hektischen Getue zwischen Agility, Smartphone, Dogdancing, schnell Email schreiben, Mantrailing usw. dürft ihr uns nicht aus den Augen verlieren. Wir freuen uns auch, wenn wir uns Abends im Sonnenuntergang mal auf die Wiese setzten und ihr uns nur streichelt. 

Seit nicht immer so wütend, wenn etwas nicht klappt. Vielleicht haben wir es einfach nicht richtig verstanden. Frauchen hat mittlerweile eingesehen, wenn etwas nicht klappt liegt es zu 99% an ihr.

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