Slalom durch die Beine




Rechts - Links - Rechts - Links. Oh Mist verheddert. *stolper* Lautes Kreischen von Frauchen und schon liegen wir. Also Frauchen. Ich steh daneben und gugg betröppelt.

Jaja so sahen unsere Anfänge im Slalom aus. Warum? Ich bin gerne einfach mal zwischen Frauchens Beinen stehen geblieben. Das gehört natürlich der Vergangenheit an. Mittlerweile bin ich Vollprofi. 

Lust auf Stuhlkreis?



"Sobald er Wild sieht ist er weg. Da kann ich den nicht mehr ansprechen. Völlig aufgelöst und hysterisch!"
"Ja kenn ich. Haben wir aber hinbekommen." 
"Echt wie?" 
"Na du brauchst nen Stuhl."


Immer alle Vögel im Blick.
Letztes Jahr war es noch eine Decke, aber mittlerweile sind wir "aufgestiegen" und nehmen einen Klappstuhl. Wovon rede ich da eigentlich? Ich rede vom anstrengensten Training dieser Welt - dem Stuhltraining. Es gibt ja viele spektakuläre Varianten in Hundeschulen, die einem beibringen, wie man einen Hund vom Jagen abbringen kann, aber keine ist wie diese. Sie erfordert nämlich GEDULD. ;-)

Etwas, was viele Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr aufbringen können oder wollen. Am Besten soll es doch mit der Methode schnell und sofort klappen, sonst hat der Hundetrainer oder die Hundeschule schon versagt.

Bevor wir Ilari zu uns geholt haben, war ich eine ziemlich hibbelige Persönlichkeit mit viel Energie, was sich logischerweise auch auf den kleinen Settermann übertragen hat, der zu allem Überfluss ja auch noch mitten in der Pubertät steckte. Unser erstes Jahr war dementsprechend hektisch. Wir sind nicht richtig auf einen grünen Zweig gekommen, weder in Punkto Leinenführigkeit noch in Bezug auf seine jagdlichen Ambitionen. Im Frühjahr 2014 kam dann eine für uns entscheidende Wende.