Ruhe TO GO!


Endlich haben wir es geschafft. Schon der zweite Artikel in relativ kurzer Zeit. Wir sind richtig stolz auf uns. *hihi* Es geht um die heiß ersehnte Fortsetzung von *Ein Quadratmeter Ruhe*. Euer Hund ist seit neustem völlig relaxt in der Wohnung - herrlich, wenn das Draußen auch so wäre, beim Kaffee schlürfen oder im Park sitzen & ein schönes Buch lesen, aber da ist ja Nachbars kläffender Fiffi, so viele tolle Gerüche und da, da, DAAA ein Hase/Vogel/Reh! HINTERHER! 

Vögelchen? Nur guggen - nicht anfassen!



"Frauchen? Herrchen? Nie gehört. Muss man die kennen?"


Also was tun? SEKUNDENKLEBER - logisch! Nein Spaß. :D Um die Ruhe von Drinnen mitzunehmen, nehmen wir einfach den Platz mit. Nein ihr müsst jetzt kein riesen Kissen mitschleppen. Eine dünne Decke, die ihr falten könnt, reicht völlig aus. Sie ist nämlich auch eigentlich nicht für den Hund, sonder nur euer Hilfsmittel. Der Plan ist - irgendwann braucht ihr das gar nicht mehr.



"Na und wie geht das jetzt?"


Genau wie in der Wohnung. Nehmen wir also die Situation: Ihr wollt mit einem Freund oder einer Freundin einen Kaffee schlürfen gehen. Hund soll natürlich mit, ist schließlich schönes Wetter. Hund angesackt - Decke eingepackt - paar Münzen nicht vergessen und los gehts. Ein hübsches Plätzchen ist auch schnell gefunden und der passende Ort um das Hund nicht im Weg liegt auch. Wie schon mal beschrieben wird der Hund auf die Decke geführt - diesmal bitte unbedingt MIT Leine - diese paar Quadratmeter sind jetzt alleine für ihn reserviert, ob der da jetzt Handstand macht oder gepflegt ne Runde schläft ist völlig egal. Hauptsache er bleibt auf der Decke.


Ich trink doch keinen Kaffee...


"Mein Hund bleibt dann da aber nicht liegen."


Ja du das kann ich mir denken. Es riecht ja alles so gut, da kommen ständig neue Menschen und die Kellnerin könnte man ja mal anschnuffeln, wenn sie die Bestellung aufnimmt. Vielleicht hat die ja Kekse oder die will dir was Böses! Wir erinnern uns - der Hund hat auf der zugewiesenen Decke, also seinem Platz, KEINEN JOB. Sollte er also aufstehen und ihn ohne deine Erlaubnis verlassen wollen, wird er korrigiert. 


"Na und wie sieht das aus mit der Korrektur?"


Ganz einfach. Der Hund wird mit dem Körper geblockt. Ihr habt die Leine also um euer Bein oder in der Hand und mitten im Gespräch denkt sich Hund natürlich: "Ich geh dahinten mal guggen." Jetzt schaut ihr euren Hund zuerst an! Bei manchen reicht das schon, aber nicht so gelangweilt, sondern direkt und ohne ihn vollzulabern (kurz den Namen zu sagen, ist schon erlaubt, aber kein "NeinlassdaspfuikommwiederzurückaufdieDeckehabichgesagt"). Reagiert er darauf nicht - ziehen wir ihn auch NICHT am Halsband/Geschirr zurück auf die Decke. Wir stehen auf, schneiden ihm den Weg ab und legen so viel Körperspannung, wie wir aufbringen können, in unser Auftreten.


Meine Güte bin ich müüüde.

Quasi à la "EY ALDA was fällt dir ein!". 

Ihr sagt aber nix! Nur anguggen und Körperspannung. Brust raus - Bauch rein! Ihr habt das sicher selbst schon mal bei Hunden beobachtet, wenn sie plötzlich ganz angespannt sind. Genau das imitieren wir. Lässt sich euer Hund davon immer noch nicht beeindrucken, schiebt ihr ihn energisch - bitte der Körpergröße + Energieniveau des Hundes entsprechend - zurück auf die Decke. Tut es bitte nicht halbherzig. Nehmt so viel Energie dafür wie, wenn euer Hund völlig ausflippt. Sollte er dann wieder einen Schritt nach vorne setzen, wird er wieder mit voller Energie zurückgeschoben. Und ja auch wenn es nur 1 Schritt ist.



"Aber warum denn immer volle Bulle?"


Weil Hunde nicht bewerten, so wie wir Menschen. Entweder etwas IST okay oder IST nicht okay. Hunde korrigieren immer gleich. Egal ob der fremde Hund gerade das Spielzeug wegnimmt oder nur am Hintern riechen möchte. Die Korrektur bleibt immer gleich. Das "Vergehen" wird immer als gleichschwer eingestuft, um es "auf Mensch" zu sagen. Euer Hund wird so schnell begreifen - gut dann bleib ich auf der Decke, wenn er/sie das sagt.


Wehe du vergisst mich Frauchen!


Ich möchte euch dazu aber auch noch eine Anmerkung machen, die SEHR WICHTIG ist. Euer Hund soll euch ja Vertrauen und sich entspannen können auf der Decke. DAS MINDESTE was er dafür bekommen sollte ist euren SCHUTZ. Schutz vor anderen Hunden, Schutz vor Kindern. Schutz vor fremden Menschen. Wenn ihr das gewährleisten könnt, erst dann kann er sich vollends entspannen! 

Decke abbauen? Hat Hund das Prinzip verstanden, gebt ihr ein Signal, wenn er auf die Decke geschickt wird. Das könnt ihr dann später (wenn das sitzt mit dem Entspannen frühstens nach 4-6 Wochen) ohne Decke nutzen. Easy oder?

Jeder Hund ist anders - das ist unser Weg gewesen!

Kommentare:

  1. Schön und sauber erklärt :).

    Ein entspanntes Auftreten (auch draußen) kann soooo wichtig und angenehm für alle sein :).
    LG, Carola mit Deco + Pippa

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  2. Sehr toll - das kommt auf die To-Do-Liste :)

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